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VINTAGE -
Aus: “Magie der Schiene”, 1949
© René Groebli, courtesy PINTER & MILCH

René Groebli »

VINTAGE -

on the move since 1946 / In Bewegung seit 1946

Exhibition: – 28 Jun 2014

Fri 4 Apr 19:00 - 21:00

PINTER & MILCH

Auguststr. 49
10119 Berlin

+49 (0)30-63969089


www.pinter-milch.com

Wed-Sat 14-18 +

VINTAGE -
Trester-Club, Zürich 1949
© René Groebli, courtesy PINTER & MILCH

VINTAGE – on the move since 1946
Photographs by René Groebli


Exhibition: April 5th until June 28th, 2014
Opening: Friday, April 4th, 2014, 7 until 9 pm
The artist will be present.

Always on the move, never standing still. The only standstill Swiss photographer René Groebli (1927, Zurich) seems to accept is the frozen moment of motion captured on a photograph. Moments like this are in the focus of the exhibition „VINTAGE – on the move since 1946“ which will be shown from April 5th at the gallery PINTER & MILCH. The gallery is pleased to present a great variety of the artist´s work, from black and white vintage prints to dye transfer and Cibachrome color prints as well as photomontages out of the darkroom. The works have been created during almost 70 years of the career of René Groebli, who has been part of the avant-garde in photography ever since his beginnings in the 1940s.

To capture motion in photographs has always been a concern of Groebli. Already as a student of photography at the Zurich School of Applied Arts he was experimenting with motion in photography – much to the displeasure of his teacher Hans Finsler. Due to his interest in motion he starts an apprenticeship as a documentary cameraman, completed with a diploma. And although photography has always been in the center of his work, he also succeeds with the Turnus Film AG in advertisement movies.

His work “Rail Magic”, created in 1949, shows a consistent implementation of his concerns to capture motion and atmosphere in photographs. Partly blurred photographs form a strong contrast to the objectiveness and the dominance of the static in Swiss post war photography. Nevertheless “Rail Magic” is his first great success. It becomes a milestone in the history of photo essays and is regarded as a forerunner of „subjective photography“.

Some of these photographs will be shown in the exhibition “VINTAGE – on the move since 1946”, among them the signature piece with a steaming locomotive entering the railway station. The exhibition also features pictures of motion that are part of his second famous photo essay „The Eye of Love“ – a declaration of love to his wife Rita. Apart from the „Seated Nude“ which Edward Steichen purchased for the Museum of Modern Art (NY) from “The Eye of Love” the exhibition also present the photograph “Trester-Club, 1949” that is part of Steichen‘s „Family of Man“.


In addition to these black and white vintage prints the exhibition also presents a number of Groebli´s colour photographs and photomontages, all of them created in his dark room. They are results from his vanguard colour experiments he started in the 1950‘s. Already in 1957 he succeeded with these works in the United States, being nominated as „Master of Color“ by the prestigious „Color Annual“.
His colour photographs are far ahead of the time. They anticipated Pop-Art 15 years before Andy Warhol. Some look like results of Photoshop although handmade in Groebli´s self constructed magic dark room decades before the invention of this software. But not only the technique also the content is visionary. The photographs of his series „N.Y. Melancholia“ address dystopia and the lonesomeness of urban life - a frightening visionary photo of this series shows a burning red plane that seems to crash into Manhattan.

Against all his success with regard to recognition in arts as well as in commerce Groebli never stopped to challenge himself and to move forward. In the mid 1980´s, when colour photography was business as usual, he sells his photo studio and moves to France, looking for new inspiration. He restarts working in black and white and to elaborate on the classic genre of nude photography and of motion in photography. Like no one else he creates pictures that use motion and blur to channel the view to the essential.

VINTAGE -
Aus: N.Y. Visions, 1978
© René Groebli, courtesy PINTER & MILCH

VINTAGE – In Bewegung seit 1946
Fotografien von René Groebli


Ausstellung: 5. April bis 28. Juni 2014
Eröffnung: Freitag, 4. April 2014 von 19 bis 21 Uhr
Der Künstler ist anwesend.

Immer in Bewegung bleiben, niemals rasten. Der einzige Stillstand, den der Schweizer Fotograf René Groebli (geb. 1927 in Zürich) akzeptiert, ist der auf das Fotopapier gebannte Moment der Bewegung. Diese Momente bilden den thematischen Schwerpunkt der Ausstellung „VINTAGE - In Bewegung seit 1946“, die ab dem 5. April 2014 bei PINTER & MILCH zu sehen sein wird. Gezeigt werden Vintage-Handabzüge in schwarz-weiß aber auch CIBACHROME-Abzüge und Dye Transfer in Farbe sowie Fotomontagen aus der Dunkelkammer. Es sind Fotografien aus fast sieben Jahrzehnten des Schaffens von René Groebli, der seit seinen Anfängen in den 1940er Jahren zur Avantgarde seiner Kunst zählt.

Die Bewegung im Bild festzuhalten, war immer ein Anliegen von René Groebli. Schon während seiner kurzen Ausbildung zum Fotografen bei Hans Finsler an der Kunstgewerbeschule Zürich experimentierte er mit fotografierter Bewegung – sehr zum Missfallen seines Lehrers. Das Interesse an der Bewegung lässt ihn 1946 eine Lehre als Dokumentarfilm-Kameramann beginnen, die er 1948 mit dem Diplom abschließt. Wenngleich die Fotografie im Mittelpunkt seines Schaffens bleibt, produziert er mit der Turnus Film AG einige Jahre auch erfolgreich Werbefilme.

Im Jahr 1949 setzt Groebli sein Anliegen, Bewegungen und Stimmungen im Bild festzuhalten, im Fotoessay „Magie der Schiene“ konsequent um. Die teils unscharfen Bilder stehen in radikalem Gegensatz zur distanzierten Sachlichkeit und Betonung des Statischen in der damaligen Schweizer Nachkriegsfotografie und werden dennoch sein erster großer Erfolg. Die Magie der Schiene ist ein Meilenstein der internationalen Geschichte des Fotobuches und gilt als Wegbereiter der „subjektiven Fotografie“.

In der Ausstellung „VINTAGE - In Bewegung seit 1946“ werden einige Bilder aus dieser Serie zu sehen sein, unter anderem das markante Bild der unter Dampfwolken in den Bahnhof einfahrenden Lok. Gezeigt werden außerdem Bewegungsbilder aus seinem zweiten bekannten Fotoessay „Das Auge der Liebe“ (1954), der fotografischen Liebeserklärung von René Groebli an seine Frau Rita. Neben dem „Sitzenden Akt“, den Edward Steichen daraus für die Sammlung des Museum of Modern Art (NY) erworben hat, wird auch die Fotografie „Trester-Club, 1949“ gezeigt, die Teil von Steichens „Family of Man“ ist.

Über die schwarz-weißen Fotoarbeiten hinaus präsentiert PINTER & MILCH auch einige farbige Fotoarbeiten Groeblis, die allesamt analog in seiner Dunkelkammer kreiert wurden. Diese Arbeiten sind Ergebnisse seiner avantgardistischen Farbexperimente, denen er ab Mitte der 50er Jahre nachgeht und die ihn zunächst in den Vereinigten Staaten berühmt machen. Bereits 1957 wird Groebli durch das renommierte amerikanische „Color Annual“ zum „Master of Color“ ernannt. Die Farbarbeiten sind ihrer Zeit weit voraus. Fast wirken sie wie Pop-Art, die er Andy Warhol vorweggenommen zu haben scheint.

Ebenso visionär sind die Bilder aus der Fotoserie N.Y. Melancholia, in der René Groebi im Jahr 1978, die Dystopie und Einsamkeit in der Großstadt thematisiert. Ein erschreckend ahnungsvolles Bild aus dieser Serie zeigt ein rotes brennendes Flugzeug vor der Skyline Manhattans, das mit voller Geschwindigkeit in die Wolkenkratzer zu stürzen scheint.

Trotz seiner Erfolge sowohl in der Kunstszene als auch in der Industrie- und Werbefotografie ist es nicht Groeblis Art stehen zu bleiben, sich auf den Lorbeeren auszuruhen oder mit dem Strom zu schwimmen. So wendet er sich in den 1980er wieder von der Farbfotografie - die mittlerweile in der Mitte der Gesellschaft angekommen ist - ab, verkauft sein Fotostudio und sucht in Frankreich nach neuer Inspiration. Er beschäftigt sich erneut mit Darstellungen in Schwarz-Weiß, widmet sich dem klassischen Genre der Akt-Fotografie und der Bewegung. In dieser Zeit entstehen Bilder, die durch Bewegung und Unschärfe gezeichnet sind, die René Groebli wie kein zweiter einzusetzen weiß, um den Blick auf das Wesentliche zu lenken.

VINTAGE -
Ballspielender Knabe, 1949
© René Groebli, courtesy PINTER & MILCH
VINTAGE -
Aus: N.Y. Visions, 1978
© René Groebli, courtesy PINTER & MILCH