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Holger Jacobs: Helene Hegemann, 2013

Holger Jacobs »

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Exhibition: – 2 Nov 2013

Thu 12 Sep 19:00

Galerie Hiltawsky


Berlin


www.hiltawsky.com

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Holger Jacobs: Helmut Schmidt, 2007

"words" by Holger Jacobs
13. September – 2. November 2013

Eröffnung: Donnerstag, 12. September 2013, ab 19 Uhr
Der Künstler ist anwesend.
Zur Eröffnung spricht seine Exzellenz der Botschafter der Republik Türkei in Berlin, Hüseyin Avni Karslioğlu.

Jacobs hat in den letzten sieben Jahren bekannte Persönlichkeiten der Zeitgeschichte fotografiert und den jeweils Porträtierten gebeten, einen handgeschriebenen Text zu verfassen. Der Inhalt des Textes war freigestellt. Jeder konnte auf seine Weise zeigen, was er in schriftlicher Form anderen mitteilen möchte. Gezeigt werden ca. 30 Aufnahmen, darunter Portraits und Texte des 2011 verstorbenen Humoristen Loriot, des Altbundeskanzlers Helmut Schmidt und des jüdischen Architekten Daniel Libeskind.

Hintergrund für die “words”-Serie bildete die Weltalphabetisierungsdekade der Vereinten Nationen, die im Jahre 2003 startete und bis 2012 dem weltweiten Analphabetismus mit über 800 Mio. Menschen auf lange Sicht entgegenwirken sollte.

Lesen und Schreiben sind fundamentale Grundlagen, um an unserer Informationsgesellschaft teilzuhaben. Wurde der Analphabetismus gerne in Zusammenhang mit Entwicklungsländern genannt, hat sich insbesondere durch die P.I.S.A.-Studie gezeigt, dass unzureichende Lese- und Schreibkenntnisse auch in hoch entwickelten Ländern eine Chancengleichheit in Gesellschaft und Beruf zunichte machen können. Das Stigma des Analphabetismus zu überwinden, wie auch weitergehende Bildungsmaßnahmen zu ergreifen, kommt gerade im Zeitalter der Globalisierung und der zunehmenden Migration immer größere Bedeutung zu.

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Holger Jacobs: Karoline Herfurth, 2013

Die “words”-Serie möchte daher durch die Schriftbeispiele bekannter Persönlichkeiten gerade jene Menschen ansprechen, die das Problem des Nicht-Lesen-und Schreiben-Könnens betrifft. Sie soll in künstlerischer Form das Problem thematisieren, um einerseits das Thema des Analphabetismus zu enttabuisieren und einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen; andererseits aber auch um zu demonstrieren, dass sie als Thema der Kunst einen Wert vermittelt, der den Analphabetismus aus seinem Schattendasein herausholt und das Gefühl des Ausgeschlossenseins überwindet.

Für die Ausstellung wurden die Portraits und Texte auf französischem Aquarell-Papier gedruckt. Ein Teil der Einnahmen aus dem Verkauf der Bilder geht an das Bildungswerk Kreuzberg, welches sich in Berlin auf die Fort- und Weiterbildung von Jugendlichen mit Migrationshintergrund spezialisiert hat. Sein Gründer, Nihat Sorgec, erhielt für sein soziales Engagement 2008 das Bundesverdienstkreuz.

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Holger Jacobs: Robert Wilson, 2012