Hier können Sie die Auswahl einschränken.
Wählen Sie einfach die verschiedenen Kriterien aus.

eNews

X





Pripyat and Chernobyl
© ROBERT POLIDORI, UNIT 4 CONTROL ROOM, CHERNOBYL, 2001

Robert Polidori »

Pripyat and Chernobyl

Exhibition: – 26 Mar 2011

CAMERA WORK

Kantstr. 149
10623 Berlin

+49 (0)30-3100773


www.camerawork.de

Tue-Sat 11-18

Pripyat and Chernobyl
© ROBERT POLIDORI, CLASSROOM IN KINDERGARDEN #7 “GOLDEN KEY”, PRIPYAT, 2001

ROBERT POLIDORI »Pripyat and Chernobyl«

CAMERA WORK is pleased to exhibit “Yangtze - The Long River” by Nadav Kander and “Pripyat and Chernobyl“ by Robert Polidori, certainly two of the most impressive series of recent photographic history. The photographs of both artists are striking reminders of the impact of mankind's intervention in its environment.

Fifteen years after the disastrous meltdown in the Chernobyl nuclear power plant, Robert Polidori approached the place of horror with his large format camera in a quite objective and detached way in 2001. Polidori was one of the few chosen people who were even granted access to the control room of the exploded block IV. The photographer was allowed to enter the life-threatening room with a safety-suit and a gas mask on for only five minutes. Polidori offers the observer a dreadful view at a place, which today even seems extraterrestrial and where a fatal chain of human mistakes led to an incomparable catastrophe. Polidori’s photographs which were taken in the industrial city of Pripjat, impressively document that the inhabitants had to leave their lives behind immediately. Various lootings in the hazardous restricted area have now destroyed the original image, but the photographer was nonetheless able to find traces of social life. The crimson blackboard in a classroom, still bearing writing on it, gas masks ominously scattered on the ground, or the remains of an operating room are all ubiquitous evidence that gives the viewer an impression of the panic-stricken scenes which must have occurred at the time.

Robert Polidori who was born in Montreal in 1951, Canada, currently lives in New York and Paris. Extensive photo articles published in such magazines as The New Yorker – for which he works as editorial photographer alongside Martin Schoeller - Architectural Digest, Geo, or Vanity Fair marked the foundation of Polidori’s international success, which has officially been recognized by his receiving awards such as the Deutsche Photobuchpreis or the Albert-Eisenstaedt-Award. International Museum exhibitions like the METROPOLITAN MUSEUM (New York), the MARTIN-GROPIUS-BAU (Berlin) or the MUSÉE D’ART CONTEMPORAIN DE MONTRÉAL (Montreal), further add to his numerous gallery exhibitions. Apart from the splendid photographs of the palaces of the world, Polidori also documents the often devastating impact of human encroachment upon his environment, as exemplified by his haunting series on the Chernobyl disaster and his documentation of the impact of hurricane "Katrina" in 2005. Numerous publications elaborate on the extensive work of Polidori and have been published in recent years, including our edition “Exclusion zones: Pripyat and Chernobyl”, which accompanies our exhibition and was published by the STEIDL Verlag. ROBERT POLIDORI „Pripyat and Chernobyl“

CAMERA WORK freut sich mit „Yangtze – The Long River“ von Nadav Kander und „Pripyat and Chernobyl“ von Robert Polidori zwei der sicherlich beeindruckendsten Serien der jüngsten Photogeschichte auszustellen. Die Photographien beider Künstler zeugen eindrucksvoll von den Auswirkungen des menschlichen Eingriffs in seine Umwelt.
Nadav Kanders im Jahr 2009 mit dem renommierten Prix Pictet ausgezeichnete Photostrecke dokumentiert beispiellos den rasanten strukturellen Wandel entlang des chinesischen Flusses Jangtse. Ein aktuell im HATJE CANTZ erschienener Katalog mit einem Vorwort des ehemaligen UN-Generalsekretärs Kofi Annan begleitet die Ausstellung. Dem gegenüber gehört Robert Polidori zu den ersten Photographen, die im Jahr 2001 Zugang in die Sperrzone der ukrainischen Arbeiterstadt Pripjat und dem angrenzenden Kernkraftwerk Tschernobyl, deren nukleare Havarie sich am 26. April 2011 zum 25. Mal jährt, erhalten haben. Eindrucksvoll dokumentieren Polidoris Photographien die Auswirkungen der sicherlich größten industriellen Katastrophe der Nachkriegszeit.

Fünfzehn Jahre nach der fatalen Kernschmelze im Atomkraftwerk Tschernobyl, näherte sich Robert Polidori im Jahr 2001 mit seiner Großformatkamera nüchtern und distanziert dem Ort des Schreckens. Polidori gehörte zu den ausgewählten Personen, denen sogar Zutritt in den Kontrollraum des explodierten Blocks IV gewährt wurde. Lediglich für fünf Minuten durfte der Photograph den lebensbedrohlichen Raum mit Schutzanzug und Gasmaske betreten. Polidori ermöglicht dem Betrachter einen schauderhaften Blick in einen mittlerweile extraterrestisch anmutenden Ort an dem eine fatale Kette an menschlichen Fehlentscheidungen zu einer unvergleichbaren Katastrophe geführt hat. Polidoris in der Arbeiterstadt Pripjat entstandenen Photographien zeigen wiederum eindrucksvoll auf, wie fluchartig die Bewohner ihr Leben hinter sich lassen mussten. Diverse Plünderungen im gefährlichen Sperrgebiet haben mittlerweile das ursprüngliche Bild zerstört, jedoch spürte der Photograph noch Spuren des gesellschaftlichen Lebens auf. Die blutrote noch beschriftete Tafel in einem Klassenzimmer, die unheilvoll über dem Boden verstreuten Gasmasken oder die überreste eines Operationssaals sind allgegenwärtige Indizien, die den Betrachter erahnen lassen, welche panischen Szenen sich damals abgespielt haben müssen.

Robert Polidori wurde im Jahr 1951 im kanadischen Montreal geboren und lebt derzeit in New York und Paris. Umfangreiche Photoreportagen in Zeitschriften wie The New Yorker – deren Redaktionsphotograph er neben Martin Schoeller ist – Architectural Digest, Geo oder Vanity Fair begründeten Polidoris internationalen Erfolg, der durch Preise wie den Deutschen Fotobuchpreis oder den Alfred-Eisenstaedt-Award offiziell gewürdigt wurde. Internationale Museumsaustellungen wie im METROPOLITAN MUSEUM (New York), im MARTIN-GROPIUS-BAU (Berlin) oder im MUSÉE D’ART CONTEMPORAIN DE MONTRÉAL (Montreal) ergänzen seine zahlreichen Galerienausstellungen. Neben glanzvollen Aufnahmen aus den Palästen der Welt wie Versailles oder dem Kreml dokumentiert Robert Polidori die oftmals verheerenden Auswirkungen des menschlichen Eingriffs in seine Umwelt. Exemplarisch sei, neben seiner eindringlichen Serie zur Reaktorkatastrophe in Tschernobyl, die Dokumentation zu den Auswirkungen des Hurrikans „Katrina“ im Jahr 2005 genannt. Zahlreiche aufwendige Publikationen zum umfangreichen Werk Polidoris, darunter der unsere Ausstellung begleitende im STEIDL Verlag erschienene Band „Sperrzonen: Pripyat and Chernobyl“, sind in den vergangen Jahren veröffentlicht worden.
Im Anhang finden Sie Pressephotos, die Sie für Publikationszwecke verwenden dürfen. Die Abbildung der Pressebilder ist ausschließlich in Verbindung mit einem Hinweis zur Ausstellung bei CAMERA WORK und den entsprechenden Bildunterschriften gestattet. Darüber hinaus weist CAMERA WORK ausdrücklich darauf hin, dass das zur Verfügung gestellte Bildmaterial in keiner Weise bearbeitet oder beschnitten werden darf.

Pripyat and Chernobyl
© ROBERT POLIDORI, MATERNITY WARD, PRIPYAT, 2001
Pripyat and Chernobyl
© ROBERT POLIDORI, STAIRWELL IN SCHOOL #5, PRIPYAT, 2001