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Saul Leiter
Through Boards, 1957
© Saul Leiter, courtesy Galerie f5,6 München

Saul Leiter »

Exhibition: – 5 Dec 2009

Galerie f 5,6

Ludwigstr. 7
80539 München

+49 (0)-28675167


www.f56.net

Saul Leiter
Snow, 1960
© Saul Leiter, courtesy Galerie f5,6 München

The lyricism and intensity of his vision come into fullest play in his eloquent handling of color unequaled by his contemporaries. Leiter's visual language of fragmentation, ambiguity, and contingency is evoked by these subtle, painterly images that stretched the boundaries of photography in the second half of the 20th century." Martin Harrison Gallery f5.6, Munich in association with the Howard Greenberg Gallery, New York is pleased to anounce the first presentation of works by renowned 86 year-old Saul Leiter (born 1923, Pittsburgh, Pennsylvania) in Germany Saul Leiter is one of the true pioneers of colour and abstract photography. He started shooting in colour in 1948. It is still considered now that William Eggelston's legendary colour show at the MOMA in 1979 was groundbreaking for the acceptance of colour photography. Saul Leiter showed his first photographs, then in black and white at the Moma in 1953. First color images were included in a show at the MOMA in 1957 purely as a slide projection under the heading "Experimental Photography in Color". Before Pop Art became a widely accepted way of art practice, colour photography inhabited the realm of magazine and advertising and was seen as low art, vulgar or kitsch (Clement Greenberg). As one of the very few photographers almost up until now, Saul Leiter treated the use of color in his photographs of the street and his surroundings as a painter of his time would have done. Indeed, Saul Leiter came to New York in the early 40’s to be a painter. In the beginning he exhibited with the Abstract Expressionists like Willem de Kooning and Phillip Guston. Through a meeting with the artist Richard Pousette-Dart and his photographic experiments and Henri Cartier Bresson’s groundbreaking exhibition at the MOMA in 1947, Saul Leiter became motivated to start working with the camera. Next to painting, Saul Leiter started shooting in black and white. Soon though he became more interested in colour, something his contemporaries categorically rejected. Like Robert Frank, William Klein or Helen Levitt, Saul Leiter found his images in his immediate surroundings on the street. In contrast to the other photographers of his time, Leiter was interested in transposing the formal pictorial language of Abstract Expressionism to the photograph and its inherent qualities such as the supposed document of reality. Rather, it seems that his images have a timeless quality like that of a painting. Saul Leiter understands his way of seeing with the camera rooted in the work of European painting of the late 19th and early 20th Century. The references he cites are Pierre Bonnard und Edouard Vuillard. Like them Leiter makes use of subtle, often mono or pan-chromatic colour fields, lines and form in direct relation to the human condition in the outside world. Through seeing the world like an abstract expressionist painter does, Saul Leiter concurrenly laid the foundations for the development of the abstract notions of a photograph. Thus, Saul Leiter’s highly innovative approach pushes the boundaries of the medium of photography even up until today. It is only recently that younger artists have been approaching the nature of photography in the way that he has. His work is in the collections of the Museum of Fine Arts, Houston; the Art Institute of Chicago; the Baltimore Museum of Art; the Victoria and Albert Museum; the National Gallery of Australia; the Whitney Museum of American Art; the Milwaukee Art Museum; the Yale University Art Gallery; and other prestigious public and private collections. His work was shown at the Milwaukee Art Museum and in a comprehensive retrospective at the Fondation Henri Cartier Bresson in Paris recently.


In seiner eloquenten Handhabung von Farbe ist die Lyrik und Intensität seiner Sichtweise am aller deutlichsten. Leiter's Bildsprache der Fragmentierung, der Ambiguität, des Zufalls und der Subtilität überspannte die Grenzen der Fotografie der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts sichtbar". Martin Harrison Zum ersten Mal in Deutschland präsentiert die Galerie f5,6, München in Zusammenarbeit mit der Howard Greenberg Gallery, New York Arbeiten des heute 86 jährigen Amerikaners Saul Leiter (geb 1923, Pittsburgh, Pennsylvania). Saul Leiter ist einer der wahren Pioniere der Farbfotografie. In diesem Bereich bahnbrechend gilt bislang William Egglestons legendäre MOMA Ausstellung von 1979. Obwohl Leiter bereits 1948 begann in Farbe zu fotografieren, wurden 1953 zunächst nur seine schwarz-weiß Arbeiten im MOMA ausgestellt. Erst 1957 folgten seine Farbarbeiten, wenngleich auch nur als Diashow unter dem Titel "Experimental Photography in Color". Kunstgeschichtlich noch vor der Legitimierung durch die PopArt wurde damals Farbe in der Fotografie ganz klar allein in der Werbung anerkannt, sie galt als "low art" oder nach Clement Greenberg sogar als kitsch. Bis heute haben Leiters Arbeiten eine Sonderrolle in der Farbfotografie: die Farbigkeit zeugt eher von malerischem Einsatz als von fotografischen Mitteln. Sicherlich spielt hierfür sein künstlerischer Ursprung in der Malerei eine wesentliche Rolle. 1946 nach New York gezogen, stellt er mit Abstrakten Expressionisten wie Willem de Kooning und Phillip Guston aus. Angeregt durch die fotografischen Experimente des Malers Richard Pousette-Dart und die 1947 erstmals im MOMA ausgestellten Bilder von Henri Cartier-Bresson fängt Leiter neben der Malerei an in schwarz-weiß zu fotografieren. Wie William Klein, Robert Frank oder Helen Levitt findet er seine Motive auf den Straßen New Yorks. Dabei bleibt er aber auch in diesem Medium am Gedanken der Abstraktion interessiert. Anders als zeitgenössischen Fotografen scheint er allerdings auch Grauwerte der Fotografie als Farbe zu behandeln, dienten diese doch dazu, das tatsächlich Gesehene auf eine entrücktere Ebene zu stellen. Jedoch erst der Farbfilm gab ihm die Möglichkeit, die formalästehetischen Prinzipien der Malerei des Abstrakten Expressionismus mit der Fotografie zu verbinden. Den Aspekt des kurzen Augenblicks der Fotografie verwandelt und übersetzt Saul Leiter in die Zeitlosigkeit der Malerei, indem er städtisches Treiben in Reflexionen und Schichten bettet, die den Raum in eine abstrakte Fläche verwandelt. Er selbst beschreibt dies folgender Maßen: "Fotografien werden oft als Höhepunkt der Realität behandelt. Aber eigentlich sind es kleine Fragmente von Andenken dieser unvollendeten Welt." Diese Interpretation des Urbanen hat ihre Wurzeln bei Malern wie Pierre Bonnard und Edouard Vuillard, die Saul Leiter auch als seine Vorbilder benennt. Wie sie betont er formal Flächen, Linien und das Monochrome in direkter Relation zur vorgegebenen Realität. Diese bemerkenswerte Erweiterung des Verständnisses von Fotografie wurde erst in den frühen 90er Jahren als solche anerkannt. Es ist sicherlich nicht zu weit gedacht, dies mit dem Erstarken der Abstrakten Fotografie in Verbindung zu bringen, als deren Wegbereiter Saul Leiter zu verstehen ist. Martin Harrison, die Howard Greenberg Gallery und eine Ausstellung von Jane Livingston ("The New York School 1936- 1963") entdeckten ihn wieder. Seitdem feiert sein Werk hauptsächlich in den USA eine Renaissance. Mit der Publikation von zwei Monographien (Steidl Verlag) und einer großen Retrospektive in der Fondation Henri Cartier Bresson, Paris 2008 sind Saul Leiters Arbeiten endlich auch in Europa angekommen. "Unbeachtet zu sein ist ein großes Privileg. Eine viel beachtete Persönlichkeit zu sein hat mit viel Mühe und Anstrengung zu tun. Oft ist es das nicht wert." (Saul Leiter) Diese zurüückhaltende, bescheidene Persönlichkeit drückt sich auch in der Ruhe seiner Bildern aus. Gleichzeitig war sie wohl die Grundlage seiner Experimente, die seine Arbeit so unverwechselbar und kunstgeschichtlich bedeutend macht. Die Galerie f 5,6 freut sich frühe schwarz-weiß- und Farbarbeiten Saul Leiters erstmals in Deutschland zu präsentieren.

Saul Leiter
Harlem 1960
© Saul Leiter, courtesy Galerie f5,6 München
Saul Leiter
Paris 1959
© Saul Leiter, courtesy Galerie f5,6 München