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LARVEN
JUNKO, 2005, C-Print auf Aludibond

Nicola Müller »

LARVEN

Exhibition: – 5 Apr 2008

German House at NYU

42 Washington Mews
NY 10003 New York

Deutsches Haus at NYU

42 Washington Mews
NY 10003 New York

+1-212-9988663


deutscheshaus.as.nyu.edu

Mon-Fri 10-17

LARVEN
MYLEA #5, 2006, C-Print auf Aludibond

Deutsches Haus at NYU Another mask! A different mask! The portraits challenge us to take a stance due to the contradictions they contain. Resting between the past and the present, the child like appearance and the hidden pool of knowledge gained through adulthood. What do we really see? What is real, what is imagined and what is suggested? The contrast of the childlike faces and figures to the artificial masks create images with amplified potential narratives. The children seem to be in the know about our world. They appear to be waiting while at the same time their gaze appears to be hiding a secret. Born 1963 in Wismar, Nicola Müller studied at Kunsthochschule Burg Giebichenstein, Halle and at FWG Berlin. Her most recent solo exhibitions include: Fotografie (2005) at MAE Galerie Irene Eikmeier, Berlin; Larven (2006) at Brotfabrik Galerie, Berlin and Halbschlaf (2007) at Galerie Läkemäker, Berlin. Nicola Müller participated in group shows such as: Künstler der Galerie (2004) at MAE Galerie Irene Eik- meier, Berlin; Das Portrait (2005) at Stiftung Starke, Löwenpal- ais Grunewald, Berlin and Cielo (2006) at Ständige Vertre- tung der Bundesrepublik Deutschland bei der Europäischen Union, Brüssel, Ateliers of Alexandria, Alexandria, Egypt (2008).


Die Berliner Künstlerin Nicola Müller hat schon vor einigen Jahren die Fotografie als künstlerisches Medium für sich entdeckt. Seitdem sind ihr eine Reihe von Aufsehen erregenden Arbeiten gelungen, von denen "Larven" eine der jüngsten Serien ist. Die Künstlerin fotografierte Kinder, deren Gesichter durch Masken - Repliken historischer Masken aus dem 19. Jahrhundert - halb verdeckt sind. Einen ganz besonderen Reiz erhalten die Fotos durch den Kontrast des kindlichen Gesichts mit der eindringlich blickenden Maske. Die Betrachter werden hineingesogen in eine Welt voller Ernst, Nachdenklichkeit und Trauer. Diese Atmosphäre wird durch den Hintergrund verstärkt. Meist sind es Landschaften, aber gelegentlich auch Muster der Kleidung der Kinder, die die Künstlerin digital bearbeitet ins Bild integriert hat. Jedes Detail ist wohl erwogen und auf die Grundstimmung hin ausgesucht. Auch der Titel "Larven" ist im Deutschen vieldeutig: "Larven" bezeichnet nicht nur Gesichtsmasken sondern auch ein eigenständiges Entwicklungsstadium eines Tieres, z. B. Schmetterlings. Die Kultur des Maskierens, die im Leben der Menschen bis zum Ende des 19. Jahrhunderts noch eine große gesellschaftliche Bedeutung hatte, ist in der europäischen Kultur unserer Zeit völlig verschwunden und vielleicht geht gerade deshalb von den maskierten Kindergesichtern diese geheimnisvolle, in ihrer Passivität anklagende Wirkung aus, die fasziniert und zugleich abstößt. Ängste vor dem Unbekannten, Undurchschaubaren, Verborgenen und trotz aller Unschuld Bedrohlichen werden wach. Die Fotografien von Nicola Müller sind packend und der Wirklichkeit entrückt zugleich. Es ist schwer, sich der Wirkung zu entziehen. Die ernsten Gesichter der maskierten Kinder sind traurig anklagend, unerbittlich fragend, entrückt, als würden sie das Ende der Welt schon erblickt haben. Barbara Barsch, Berlin

LARVEN
ELISA, 2006, C-Print auf Aludibond
LARVEN
FELIX, 2005, C-Print auf Aludibond