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Miao Xiaochun, Fountain of Youth, 2007, C-Print, 228 x 360 cm

MIAO Xiaochun »

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Exhibition: – 3 Oct 2007

ALEXANDER OCHS GALLERIES BERLIN I BEIJING

Sophienstr. 21
10178 Berlin

ALEXANDER OCHS PRIVATE

Schillerstr. 15
10625 Berlin

+49 (0)30-45 086 878


www.alexanderochs-private.com

Wed-Fri 13-18, Sat 11-15

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Miao Xiaochun, Bacchanal, 2007, C-Print, Ed. 12, 170 x 222 cm; Courtesy ALEXANDER OCHS GALLERIES BERLINI BEIJING

Miao Xiaochun has come back, down to earth. Back from the spheres of heaven, with figures floating in the detached and airy space that he so closely explored in his last large picture-series "The Last Judgement". And yet, it is not so much the firm and solid ground of earth that the Chinese photo-artist is interested in. He rather turns his attention towards an element which, at first sight, seems about as hard to grasp as the atmospheric range of the sky: water. However, the framework that he chose for his explorations (investigations) consistently remains the same: the array of art-history. He furthers his forays through the world of Western art and painting. And he leaves many enthralling hints for the observer, allowing him to follow. Masterly in his use of digital visual media, Miao Xiaochun time and again lets us dive down deeply into a perfectly animated parallel world. Into the modern, artificially created imagery of cyberspace – new, and yet strangely familiar. For the artist uses our knowledge, the history of our world-view, our painting, our space of image and imagination – all reflected in the mirror of famous works of art. The allusion to this frame of reference allows him to phrase and convey his thoughts. We know the models for his pictures. And exactly because we know them, we can't help but think of them parallel to the process of perception and artistic reception. Miao's works function as picture puzzles, in which we newly discover well-known aspects. The famous artistic prototypes are not simply converted 1:1. Miao subtly varies the perspective and noticeably modifies the formal design and construction, bringing on a perceptible shift of meaning. The artist did not choose his points of origin at random. Unifying element within the rooms of reference for his new works is the motif of water. As visible expression of the flowing of time and power of life, and full of symbolic implications, the element of water again and again becomes a metaphor. A source of creation and signification, and a source of art – continuously changing and flowing, and yet always present, just as art itself.


Miao Xiaochun ist zurückgekehrt auf die Erde. Zurück aus den Sphären des Himmels und der im losgelösten, luftigen Raum schwebenden Figuren, die er in seiner letzten großen Bilderserie "The Last Judgement" so eingehend erforscht hat. Und doch ist es weniger der feste Boden, der den chinesischen Fotokünstler bei seinen neuen Arbeiten interessiert. Er wendet sich lieber einem Element zu, das auf den ersten Blick ähnlich schwer zu fassen ist, wie der atmosphärische Himmelsraum: das Wasser. Der Rahmen aber, den er für seine Erkundungen gewählt hat, ist konsequenterweise der Gleiche geblieben: die Sphäre der Kunstgeschichte. So treibt er seine Streifzüge durch die Welt der westlichen Kunst und Malerei weiter voran. Und legt für den Betrachter viele spannende Fährten, die es ihm erlauben, zu folgen. Meisterhaft in der Handhabung digitaler Bildmedien, läßt uns Miao Xiaochun immer wieder eintauchen in eine perfekt animierte Parallelwelt. In die moderne, künstlich erschaffene Bilderwelt des Cyberspace – neu, und dennoch seltsam vertraut. Denn der Künstler macht sich unsere Kenntnisse zu nutze, die Geschichte unserer Weltsicht, unserer Malerei, unserer Bild- und Vorstellungsräume – alles reflektiert im Spiegel berühmter Werke aus der Kunstgeschichte. Die Anlehnung an dieses Bezugssystem erlaubt es ihm, seine Gedanken zu formulieren und zu vermitteln. Wir kennen die Vorlagen zu seinen Bildern. Und gerade weil wir sie kennen, können wir gar nicht anders, als sie zugleich mit dem Prozeß der Wahrnehmung und der künstlerischen Rezeption mitzudenken. Miaos Arbeiten funktionieren wie Vexierbilder, in denen wir altvertrautes neu entdecken. Die berühmten künstlerischen Vorbilder werden dabei nicht einfach 1:1 umgesetzt. Subtil variiert Miao immer wieder den Blickwinkel und nimmt erkennbare Veränderungen der formalen Gestaltung vor, die spürbare Bedeutungsverschiebungen mit sich bringen. Dabei hat der Künstler seine Vorbilder keineswegs willkürlich gewählt. Einendes Element der Bezugsräume zu seinen neuen Arbeiten ist das Motiv des Wassers. Als sichtbarer Ausdruck des Dahinfließens von Zeit und Lebenskraft, und voller symbolischer Bedeutungsimplikationen, wird das Element des Wassers immer wieder zur Metapher. Zu einer Quelle der Sinngebung und der Schöpfung, und zu einer Quelle der Kunst – sich beständig wandelnd und fließend, und doch immer präsent, wie die Kunst selbst.

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Miao Xiaochun; The Washing of the Feet, 2007, C-Print, Ed: 12 123 x 120 cm, Courtesy ALEXANDER OCHS GALLERIES BERLINI BEIJING
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Miao Xiaochun, Genesis, 2007, C-Print, Ed. 12, 120 x 327 cm, Courtesy ALEXANDER OCHS GALLERIES BERLINI BEIJING