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Im Jura, Südpolen, 2005

Andréas Lang »

Exhibition: – 14 Oct 2006

Galerie f 5,6

Ludwigstr. 7
80539 München

+49 (0)-28675167


www.f56.net

Andreas Lang beschäftigt sich in seinen Arbeiten sich seit vielen Jahren mit dem Thema der Landschaft, den "inneren Landschaften Europas" (A.Lang). Die Arbeiten entstehen nach intensiver Recherche auf seinen Reisen durch Europa, wie Frankreich, Deutschland, Italien, über Tschechien, Griechenland und Spanien bis hin nach Südpolen. In Europa gibt es in der Regel keine "unschuldigen Landschaften; fast alle Landschaften sind Orte kultureller und geschichtlicher Prägung" (U.Pohlmann) über viele Jahrhunderte hinweg, und genau hierin liegt Langs Interesse. Dabei ist es das Verborgene, das Geheimnisvolle, das ihn fasziniert. Wie ein Archäologe, der in tieferen Schichten gräbt, bringt er die durch den Fluss der Zeit oftmals verborgenen Aspekte dieser Orte wieder ans Tageslicht. Es ist ihm wichtig, einen kontemplativen Zugang zur Landschaft zu finden, die ihm als beseelte Natur erscheint und dadurch auch der eigenen Gefühlswelt Raum zu geben. Das Unsichtbare wird sichtbar und das Äussere wird Eins mit dem inneren Bild. In Langs Bilderwelt ist die Präsenz des "Geheimnisvollen" allgegenwärtig und man kann von einer Art der Metaphysik der Landschaft sprechen. Es entstehen so handgefertigte schwarz-weiß Arbeiten, welche die Fotografie des späten 19. Jahrhunderts, affin zum Symbolismus und später des Surrealismus, mit der zeitgenössischen Fotografie auf eine sehr eigene Weise verbinden. "Lang nutzt die Kamera wie einen "Zeichenstift der Natur" und gibt die Dinge unmittelbar wieder, er erfindet nichts hinzu und greift auch nicht auf digitale Retusche zurück, um besondere Effekte zu erzeugen" (U.Pohlmann). "Andreas Lang macht dem Betrachter die ursprüngliche Symbolhaftigkeit und Magie eines Ortes wieder bewusst und stimuliert ihn, sich mit seinen eigenen Empfindungen und Erinnerungen auseinander zu setzen, ohne dass man das Bild antiquarisch wahrnimmt" (nach U.Pohlmann). In Deutschland hat Lang oft sagenumwobene Plätze aufgesucht: "der Drachenfels erinnert an die Nibelungensage, auf den Spuren der Romantik von Caspar David Friedrich" (U.Pohlmann). In Spanien und Frankreich Orte, die mit der Gralslegende in Verbindung stehen. Aber auch auf den Spuren jüngerer Vergangenheit, wie in Südpolen und Frankreich Orte, die von den beiden Weltkriegen geprägt sind.

Der Drachenfels, Deutschland 2002
Der Dornbusch, Frankreich 2000