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Westblick - Ostblick
Lothar Wolleh: Gerhard Richter

Westblick - Ostblick

Künstlerporträts

Lenke Szilágyi » Lothar Wolleh »

Exhibition: – 5 Nov 2021

Thu 9 Sep 19:00 - 21:00

Collegium Hungaricum Berlin - Ungarisches Kulturinstitut

Dorotheenstr. 12
10117 Berlin

+49 (0)30-2123400


www.hungaricum.de

Daily 10-19

Westblick - Ostblick
Lenke Szilágyi: Imre Bak, 1990

"Westblick – Ostblick"
Künstlerporträts von Lothar Wolleh und Lenke Szilágyi


Ausstellung: 10. September bis 5. November 2021
Collegium Hungaricum Berlin, Dorotheenstr. 12, 10117 Berlin

Eröffnung: Donnerstag, 9. September, 19 - 21 Uhr
mit Michael Biedowicz, Kurator und Galerist (Galerie pavlov’s dog)

Kuratiert von Zsuzska Petró und Oliver Wolleh

Die Ausstellung "Westblick – Ostblick" bietet einen parallelen Einblick in die Kunstwelt von Westdeutschland und Osteuropa der 70er, 80er und 90er Jahre des 20. Jahrhunderts, und macht eine spannende künstlerische Begegnung zweier Fotografen möglich, die sich in der Wirklichkeit nie getroffen haben.

Lothar Wolleh verfolgte in seinem Werk eigenwillige gestalterische Prinzipien. Er hält die porträtierten Künstler auf einer stilisierten Bühne als Symbole des eigenen schöpferischen Ichs fest. Mit eindrucksvoller Sensibilität fängt er die Persönlichkeit seiner Modelle ein und macht sie mit präzis konzipierten Mitteln sichtbar. Er dehnt das innere Ich auf die gesamte Fläche des Bildes aus, Mensch und Foto verschmelzen.

Auf den einfachen, ungekünstelten Aufnahmen von Lenke Szilágyi glaubt man Menschen zu sehen, die sich hinter den Masken bekannter Künstlerpersönlichkeiten verstecken. Das ist jedoch eine Illusion. Beim Fotografieren wird der Gegenstand des Bildes unwillkürlich manipuliert: durch Einstellungen, durch die Lichtverhältnisse, den bewusst gewählten Hintergrund und die Komposition. Der Mensch trägt weiterhin seine Maske.

Die Methoden, die Lothar Wolleh und Lenke Szilágyi in ihrer Kunst verfolgen, verkörpern auf den ersten Blick zwei entgegengesetzte Pole der Porträtfotografie. Ihre Fotografien erfüllen jedoch den gleichen Auftrag: die Darstellung des Künstlers in seiner kulturellen und gesellschaftlichen Symbolhaftigkeit.

Westblick - Ostblick
Lothar Wolleh: Ferdinad Kriwet, Düsseldorf, 1970

Zu welchen Schlüssen kommen wir, wenn wir die Porträts von Lothar Wolleh und Lenke Szilágyi aus einem Abstand von dreißig, vierzig oder fünfzig Jahren betrachten? Sehen wir das Aufeinanderprallen von West- und Osteuropa, oder sehen wir die Fotografien zwei hervorragender Künstler mit unterschiedlicher Haltung?

BEUYS 100: Anlässlich des Beuys-Jubiläums zeigt das CHB eine Projektion dokumentarischer Fotografien aus dem Besitz des Lothar Wolleh Archivs, die im Januar 1971 beim Aufbau der ersten Auslandsausstellung von Joseph Beuys im Moderna Museet in Stockholm 1971 entstanden. "Wolleh besaß die unheimliche Fähigkeit, Dingzusammenhänge wahrzunehmen. Er war, mit großer Intuition ausgestattet, eine Art Schatzsucher" (Joseph Beuys)

Parallel zur Ausstellung ist im Lothar Wolleh Raum in Berlin die Schau "Joseph Beuys und Lothar Wolleh: Das Unterwasserbuch-Projekt" zu sehen.

Lothar Wolleh (1930 Berlin – 1979 London) startete seine Laufbahn in den 1960er Jahren als Werbefotograf, danach begann er international bekannte Künstler zu fotografieren. Unter den 109 Künstler, die er im Laufe seiner Karriere vor seiner Kamera hatte, finden sich die bedeutendsten Vertreter der deutschen Gegenwartskunst. Auf seinen Bildern sind unter anderem Gerhard Richter, Georg Baselitz, Josef Beuys, Jean Tinguely, Christo und László Lakner zu sehen. In der Ausstellung des Collegium Hungaricum Berlin präsentieren wir auch eine Auswahl von Fotografien, die Wolleh von osteuropäischen bildenden Künstlern aufgenommen hat.

Lenke Szilágyi (1959 Debrecen) stellt seit ihrem Abschluss an der Budapester Fachschule für Bildende Kunst und Kunstgewerbe regelmäßig aus. Sie war als Bildredakteurin, Theater- und Standfotografin tätig und arbeitete mit Theatern und Filmproduktionen zusammen. Ihre Sammlung von Künstlerfotografien zeigt insbesondere wichtige Persönlichkeiten der zeitgenössischen ungarischen Kunst- und Kulturszene der 1980er und 1990er Jahre, darunter Imre Bak, János Szirtes, János Sugár, Imre Bukta und Géza Perneczky.

Westblick - Ostblick
Lothar Wolleh: Magdalena Abakanowicz, Warschau, 1968
Westblick - Ostblick
Lenke Szilágyi: Imre Bukta, 1989