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Freiheit in vollen Zügen
© Christoph Püschner

Christoph Püschner »

Freiheit in vollen Zügen

Exhibition: – 29 Dec 2019

Thu 7 Nov 19:00

Galerie der Stadt Fellbach

Marktplatz 4
70734 Fellbach

+49 (0)711-5851364


www.fellbach.de

Tue-Sun 14-18

Freiheit in vollen Zügen
© Christoph Püschner

Christoph Püschner
"Freiheit in vollen Zügen"


Ausstellung: 7. November bis 29. Dezember 2019

Eröffnung mit Künstllergespräch zwischen dem Fotografen und Frank Brunner (Agentur Zeitenspiegel)
Donnerstag, 7. November 2019, 19 Uhr

Künstlerführung am Tag des Mauerfalls
Samstag, 9. November, 16 Uhr

Der Fotograf Christoph Püschner dokumentierte vor 30 Jahren Massenflucht, Mauerfall und Wiedervereinigung. Die Stadt Fellbach zeigt seine Schwarz-Weiß-Arbeiten unter dem Titel "Freiheit in vollen Zügen" in der Galerie der Stadt Fellbach. Die Aufnahmen beleuchten jene historischen Ereignisse, die Deutschland grundlegend verändert haben.

Vor 30 Jahren, am 9. November 1989, öffnete die DDR-Regierung die Mauer zwischen West und Ost. Schon Monate danach war Deutschland wiedervereint. Doch drei Jahrzehnte später scheint das Land noch immer gespalten. Viele Ostdeutsche fühlen sich abgehängt und als Menschen zweiter Klasse, wie Umfragen zu den Landtagswahlen in Brandenburg, Sachsen und in Thüringen belegen. Für die Stadt Fellbach und den Fotojournalisten Christoph Püschner ein Grund zurückzublicken auf eine Zeit der Ungewissheit, aber auch auf Tage voller Euphorie und Aufbruchsstimmung.

Die DDR spielte im Leben von Püschner schon immer eine große Rolle. "Als Kind fuhr mein Vater mit mir einmal im Jahr an die innerdeutsche Grenze bei Lüchow-Dannenberg. Für ihn, einen konservativen Ex-Wehrmachtsoffizier, lauerte auf der anderen Seite der Elbe die Gefahr des Kommunismus", erzählt der Fotograf. Für ihn war die DDR dagegen ein Bollwerk gegen Großmachtträume alter Nazis. "Dass die DDR ihre Bürger bespitzelte und drangsalierte, hatte ich verdrängt", sagt er heute.

Freiheit in vollen Zügen
© Christoph Püschner

1989 reiste Püschner zum ersten Mal als Fotograf in den Osten. Als Westreporter dokumentierte er ab Sommer 1989 die verzweifelten, überschwänglichen, aber auch stillen Momente von Menschen dies- und jenseits der Mauer.

"Unvergesslich der Augenblick, als mich am Abend des 9. Novembers die Kellnerin eines Cafés auf dem Alexanderplatz mit den Worten vor die Tür setzte: Muss abkassieren, die Mauer ist auf!"

1958 im Münsterland geboren, lebt Christoph Püschner heute in Stuttgart. Nach dem Studium an der FH für Fotodesign in Bielefeld arbeitet er seit 1989 als freischaffender Fotojournalist für deutsche und europäische Nachrichtenmagazine. Die Einsatzgebiete sind Russland, die Länder der ehemaligen Sowjetunion, des Balkans, Afrikas, des Nahen sowie des Mittleren Ostens, Nordamerikas und Südostasiens. Mit dem Wechsel zur Agentur "Zeitenspiegel" im Sommer 1999 erweiterte er sein fotografisches Tätigkeitsfeld durch Auftragsarbeiten für Hilfsorganisationen.

Freiheit in vollen Zügen
© Christoph Püschner