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PRIMÄRE GESTEN
Robert Rauschenberg: Untitled, aus "Study for Chinese Summerhall", 1983 Sammlung Alexander Tutsek-Stiftung
© Robert Rauschenberg Foundation / Graphicstudio, University of South Florida, Tampa / VG Bild-Kunst, Bonn 2019

PRIMÄRE GESTEN

Gespräch zur blauen Stunde mit Kuratorin Dr. Petra Giloy-Hirtz

Gespräch:

Wed 18 Sep 18:30

Alexander Tutsek-Stiftung

Karl-Theodor-Str. 27
80803 München

089-55 27 30 60


www.atstiftung.de

Tue-Fri 14-18

 

Als Kulturraum mit einer langen Tradition war China immer schon Objekt westlicher Fantasien, Hoffnungen und Projektionen. Zu Beginn der 1980er Jahre reiste Robert Rauschenberg als einer der ersten westlichen Künstler seiner Zeit nach China. Sein Aufbruch nach Asien entsprang vor allem dem Wunsch nach interkulturellem Austausch und kultureller Verständigung.

Mit einer Hasselblad Kamera erkundete Rauschenberg das ihm unbekannte Land - zum ersten Mal benutzte er Farbfilme für eine Serie - und hat daraus ein künstlerisch wie politisch aufregendes Projekt entwickelt. Aus dem Fundus von über fünfhundert Farbfotografien schuf er nach seiner Rückkehr in die USA eine große Bildmontage unter dem Titel "Chinese Summerhall" (1982), eine Installation in einer Länge von über 30 Metern. Dieses Werk brachte er 1985 nach China zurück, wo es im heutigen National Art Museum of China in Peking zu sehen war. 2016 wurde die riesige Arbeit nochmals in Peking im Ullens Center for Contemporary Art gezeigt.

Aus seinen in China entstandenen Fotografien wählte der Künstler 28 Motive aus und edierte sie 1983 als "Study for Chinese Summerhall". Bisher selten gezeigt, ziehen sich die Aufnahmen nun wie ein Band durch die Räume der Jugendstilvilla der Alexander Tutsek-Stiftung: Aufzeichnungen von Gesten des Alltags, des modernen wie des traditionellen Lebens in einer sich wandelnden chinesischen Gesellschaft.