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Angst
Renate Bertlmann − Rape
Triptychon, 2013
70×105 cm. Digitalfoto auf Dibond

Renate Bertlmann »

Angst

Exhibition: – 5 Aug 2017

Thu 8 Jun 19:30

FOTOHOF

Inge-Morath-Platz 1-3
5020 Salzburg

+43 (0)662-849296


www.fotohof.at

Tue-Fri 15-19; Sat 11-15

Angst
Renate Bertlmann − Die Rache der Braut
(aus der Serie der Fehdehandschuhe), 2010
37,5×50 cm, Digitalfoto auf Dibond

Renate Bertlmann
"Angst"


Ausstellungsdauer: 9. Juni bis 5. August 2017
Eröffnung: 8. Juni, 19:30 Uhr

Die Einzelausstellung "Angst " von Renate Bertlmann im FOTOHOF versammelt Fotoarbeiten, Videos und installative Inszenierungen aus vier Jahrzehnten. Die Auswahl folgt der Logik ihres umfangreichen multimedialen feministisch-subversiven Werks angewandt auf Fragen der Zeit.

Der ursprüngliche und zugunsten von "Angst" aufgegebene Titel "Rape" bezog sich auf mehrere Arbeiten von Bertlmann: auf Fotoarbeiten der letzten Jahre (z.B. "Braut und Bräutigam", 2013) wie auch auf fundamentale Serien der 1970er Jahre, zB. "Renée ou René(Rape)" von 1977, die über den erotischen Reiz von Dominanz- und Submissionsritualen hinaus generell den Gewaltanteil im gesellschaftlichen Verhältnis der Geschlechter thematisieren.

"Angst" fasst in der räumlichen Kombination von Fotografien, Videos und Objekten, immer wieder auch hinter- und abgründig erotisch aufgeladen, eine verbreitete Lust an der Angst vor dem anderen als gesellschaftliche Befindlichkeit ambivalent zusammen.

Angst
Renate Bertlmann − Renée ou René
Rape 1- 4, 1977
127×230 cm. SW-Fotografie

"Renate Bertlmann hat sich einem rebellischen Geist verschrieben. Nahezu obsessiv verweist ihre Kunst auf unsere Körper, dringt zu deren intimen Zonen vor und gibt ihnen eine Stimme. Sexualität, Berührung und Verdrängtes hebt sie hervor und macht diese zur Bühne ihres künstlerischen Agierens. Nach Sigmund Freud ist die Befriedigung hemmungslosen Triebanspruchs mit dem Realitätsprinzip einer zivilisierten Gesellschaft letztlich unvereinbar, aus diesem Spannungsverhältnis nährt sich Bertlmanns Kunst. Es gelingt ihr, das Lustprinzip aus allen Poren herauszulocken und damit dem Realitätsprinzip die Stirn zu bieten. Es geht in ihrer Kunst um nichts Geringeres als die Erschaffung eines kósmos (altgriech. Weltordnung), nämlich des kósmos AMO ERGO SUM (ich liebe also bin ich), den sie seit rund 50 Jahren in den Bereichen Pornografie, Ironie und Utopie entfaltet." (Gabriele Schor: Amo ergo sum. In: Renate Bertlmann. München: Prestel 2016, S. 9)

Renate Bertlmann, *1943 in Wien; lebt und arbeitet in Wien.

Bertlmann erhält 2017 den Großen Österreichischen Staatspreis, der jährlich für ein künstlerisches Lebenswerk verliehen wird.

Angst
Renate Bertlmann − Angsthut, 2016
Fujicolor Crystal, 47×70 cm, kaschiert auf Dibond