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Tage wie die schwarze See
Brigitte Tast: aus "Tage wie die endlos schwarze See, ein Hafen stets so schwer zu finden", 2015

Brigitte Tast »

Tage wie die schwarze See

Exhibition: – 22 Oct 2016

Fri 23 Sep 19:00 - 21:00

galerie beate brinkmann

Fasanenstr. 69
10719 Berlin

+49 30-28445301


www.beatebrinkmannberlin.com

Tue-Fri 12-18, Sat 12-16

Tage wie die schwarze See
Brigitte Tast: aus "Tage wie die endlos schwarze See, ein Hafen stets so schwer zu finden", 2015

Brigitte Tast
"Tage wie die schwarze See"

Ausstellung: 24. September bis 22. Oktober 2016
Eröffnung: Freitag, 23. September, 19 Uhr

Es spricht die Literaturwissenschaftlerin Rike Felka

In den letzten Jahren hat sich die Fotokünstlerin Brigitte Tast mehrmals mit Kinowerken auseinandergesetzt, Dabei entstanden subjektive Schwarzweiß-Serien zu dem ultimativen Fotografen-Spielfilm "Blow-Up" (1966) von Michelangelo Antonioni, zu der in Marokko gedrehten Shakespeare-Verfilmung "Othello"" (1953) von Orson Welles sowie zu "Fährmann Maria" (1936) von Frank Wysbar.

Die Hauptdarstellerin in diesem Heide-Drama, Sybille Schmitz, eine rätselhafte, androgyne Schönheit in den 1930-50er Jahren, irritiert bis heute. Auch durch ihre tragische Lebensgeschichte. Ungewöhnliche Filmrollen, Erfolge auf der Leinwand, ruinierte Beziehungen, Schwermütigkeit und Süchte. Ihre letzten Lebensmonate nahm Rainer Werner Fassbinder 1982 als Vorlage für "Die Sehnsucht der Veronika Voss".

"Meine eigenen Empfindungen zu ihrer melancholischen Ausstrahlung in Leben und Film habe ich im Jahr 2015 u.a. mit Hilfe einer Darstellerin, der Schauspielerin Maria Schubert, in eine Diptychen-Sequenz umgesetzt. Auf diese Weise ist in mehreren Schritten die Assoziationskette‚ 'Tage wie die schwarze See' entstanden, die nun zum ersten Mal als Ausstellung zu sehen ist." (Brigitte Tast)

Tage wie die schwarze See
Brigitte Tast: aus "Tage wie die endlos schwarze See, ein Hafen stets so schwer zu finden", 2015

Brigitte Tast untersucht das simultane Sehen. Sie stellt immer zwei S/W-Fotos zu einem Diptychon zusammen. Die Simultanität des Sehens enthüllt ein Experimentieren mit der Cadrage, in deren Mittelpunkt ein Gesicht schwebt. Dieses Gesicht wird hineingezogen in pflanzliche und architektonische Formen, in eine "abstrakte Komposition, konstitutiv für das, was man prospektive unbewusste Dimensionen nennen könnte" (Felix Guattari). Die Linien, von deren Spiel das Gesicht lebt, die sich wie durch Zufall kreuzen, sichtbar und unsichtbar, ein momentum bilden, aus Geheimnis gemacht, sind kein Dekor, sondern die Entdeckung einer Realitätsaufschließung, die immer möglich ist. (Rike Felka)