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Kamerun und Kongo
Aussicht, Kamerun 2012
Archival pigment print, 74 x 91 cm
© Andréas Lang

Andréas Lang »

Kamerun und Kongo

Eine Spurensuche und Phantom Geographie von Andréas Lang

Exhibition: – 26 Feb 2017

Deutsches Historisches Museum

Unter den Linden 2
10117 Berlin

+49 (0)30-203040


www.dhm.de

Daily 10-18

Kamerun und Kongo
Arbeiter und Präsident, Kamerun 2012
Archival pigment print, 30 x 40 cm
© Andréas Lang

Kamerun und Kongo
Eine Spurensuche und Phantom Geographie von Andréas Lang

Ausstellung: 16. September 2016 bis 26. Februar 2017

Im Rahmen des EMOP Berlin – European Month of Photography 2016

Auf dem Dachboden seiner Mutter entdeckte Andréas Lang ein Tagebuch und historische Aufnahmen seines Urgroßvaters, der von 1909 bis 1914 bei den sogenannten Schutztruppen der deutschen Kolonie Kamerun diente. Diese Fundstücke waren der Beginn einer Spurensuche, die Andréas Lang an die Orte der kolonialen Vergangenheit seines Urgroßvaters nach Tschad, Kamerun und Kongo führte. Entstanden sind dabei Fotografien und Videoinstallationen, die das Deutsche Historische Museum in der Ausstellung "Kamerun und Kongo. Eine Spurensuche und Phantom Geographie von Andréas Lang" erstmals in ihrer Gesamtheit präsentiert.

In seinen Werken setzt sich Andréas Lang intensiv mit den Hinterlassenschaften der deutschen Kolonialgeschichte in Afrika auseinander. Er forscht nach längst vergessenen Orten, spürt die Phantome einer kolonialen Geographie auf und zeichnet eine Landschaft, die zwischen Realität und Fiktion, zwischen Sehnsucht und Scheitern oszilliert. In seiner künstlerischen Archäologie des Imaginierten sind Vergangenheit und Gegenwart gleichermaßen lebendig. Seine subtilen Kompositionen stellen aktuelles und historisches Material gegeneinander, hinterfragen die verschiedenen Formen der Aneignung und des Verlierens und thematisieren dabei stets auch die Position des eigenen künstlerischen Blicks.

Kamerun und Kongo
Das Haus am Fluss, Kamerun 2012
Archival pigment print, 104 x 193 cm
© Andréas Lang

Andréas Lang arbeitete als freier Fotograf in Paris, ab 1999 widmete er sich in einem Langzeitprojekt europäischen Landschaften. Von 2006 bis 2007 schuf er die Bildserie "Eclipse" über Orte der Kreuzzüge und des Christentums im Nahen Osten, 2008 bis 2010 folgten Aufenthalte in Damaskus und Kairo. Seit 2011 führten ihn mehrere Reisen für ein Projekt zum (Post‐) Kolonialismus nach Zentralafrika, Kamerun, Tschad und Kongo.

Seine Arbeiten wurden in Paris, München, Barcelona, New York und San Francisco ausgestellt und sind in zahlreichen öffentlichen und privaten Sammlungen vertreten, darunter der Sammlung des Deutschen Historischen Museums, der Kunstbibliothek – Staatliche Museen zu Berlin, des Maison Victor Hugo Paris und des Münchner Stadtmuseums.

Unter anderem war Lang Artist in Residence des Auswärtigen Amtes und des Landesverbands Berliner Galerien und wurde mit dem Prix Aidda de la Photographie social et documentaire, dem Prix Agfa Multicontrast, dem Green Leaf Award for Photography und dem Kunstpreis der DG – Deutsche Gesellschaft für christliche Kunst ausgezeichnet. Andréas Lang lebt und arbeitet in Berlin.

Kamerun und Kongo
Residentur, Kamerun 2012
Archival pigment print, 104x128 cm
© Andréas Lang