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Fotografie und Malerei
Dijon 1954 © Bert Jäger

Bert Jäger »

Fotografie und Malerei

Exhibition: – 31 Jan 2016

Fri 27 Nov 19:30

Städtische Galerie Iserlohn

Theodor-Heuss-Ring 24
58636 Iserlohn
Wed-Fri 15-19, Sat 11-15, Sun 11-17

Städtische Galerie Iserlohn

Theodor-Heuss-Ring 24
58636 Iserlohn

+49 (0)2371-2171940


www.galerie-iserlohn.de

Wed-Fri 15-19, Sat 11-15, Sun 11-17

Fotografie und Malerei
Anzio 1954 © Bert Jäger

Bert Jäger
Fotografie und Malerei

Ausstellung; 27. November 2015 bis 31. Januar 2016
Eröffnung: Freitag, 27. November, 19.30 Uhr

Die Ausstellung zeigt Fotografie und Malerei von Bert Jäger aus den Jahren 1954 bis 1998. Die präsentierten s/w-Fotografien entstanden im Rahmen von Reisen und als Auftragsarbeiten in Italien, Frankreich und Deutschalnd. Jäger arbeitete in den 1950er/1960er Jahren für Caritas International als Grafiker und Pressefotograf. Mit seiner Malerei hat er sich einen Namen als Maler des deutschen Informel gemacht. Es wird eine Auswahl an Werken von 1960 bis 1998 zu sehen sein.

Bei der Bearbeitung des Nachlasses von Bert Jäger tauchte im Jahr 2004 ein 3000 Negative umfassender Schatz aus Fotografien der 1950er und 1960er Jahre auf, der den Maler Bert Jäger auf einmal auch als Fotografen interessant machte. Die Aufnahmen zwischen "Kunstfotografie, journalistischer und dokumentarischer Praxis" zeigen einen präzisen, sensiblen und poetischen Chronisten seiner Zeit, der gemeinsam mit berühmten Zeitgenossen wie Henri Cartier-Bresson oder Werner Bischof, zwei Magnum-Fotografen, veröffentlicht wurde.

Anders die Malerei. In wilden gestischen Schwüngen, die deutlich die Handschrift des Informel und des gestisch-abstrakten Expressionismus zeigen, äußert sich ein kraftvoller Künstler, der die existenzielle Erfahrung von Krieg, Elend und Hoffnungslosigkeit im ungebärdigen Malimpuls zu bändigen versucht.

Die Iserlohner Ausstellung vereint erstmalig beide Werkgruppen in einer einzigen Schau und liefert so einen vertiefenden Einblick in das künstlerische Schaffen Bert Jägers.

Bert Jäger
1919 in Karlsruhe geboren // 1934-1939 Studium an der Karsruher Kunstakademie // 1939-1949 Soldat und Kriegsgefangenschaft // Seit 1949 in Freiburg i. Br., arbeitet als Maler, Gebrauchsgrafiker und Fotograf // Seit 1954 Einzelausstellungen und Ausstellungsbeteiligungen im In- und Ausland // 1987-1998 Ateliers in Ligurien und Freiburg // 1998 in Freibrug i.Br. verstorben.

Fotografie und Malerei
Matera 1954 © Bert Jäger

"Natürlich könnte man jetzt zunächst weit ausholen und die Geschichte des Malers Bert Jäger erzählen: Von den kühl-geometrischen Anfängen, die Anfang der 1960er Jahre in einem expressiven Farbenrausch explodierten, von der danach einsetzenden, annähernd 20 Jahre dauernden Abkehr von der Malerei und der Hinwendung zum Schreiben und zur Photographie, und schließlich von dem malerischen Neubeginn, der, ausgelöst durch eine Ausstellung seiner frühen Arbeiten im Freiburger Museum für Neue Kunst Ende 1986, seitdem nicht wieder ins Stocken gekommen ist. Es wäre eine lange Geschichte, die man nicht erzählen könnte, ohne von den Brüchen, dem Leid und den existentiellen Verwerfungen dieses Lebens zu reden. Aber um diese Geschichte soll es hier nicht gehen, nicht nur, wie sie schon einige mal ausführlich rekapituliert wurde, sondern auch, weil sie ablenken könnte von der elementaren und voraussetzungslosen Wucht, mit der dieses Werk uns mit seinem eigentlichen und einzigen Thema konfrontiert: Der Malerei. Rigoros und bedingungslos fegen diese Mal-Attacken alles hinweg, was sich ihnen in den Weg stellt an Kontextualisierungen, Besänftigungs- und Eingemeindungsversuchen. Ungeachtet ihres deutlich ins Informel und den gestisch-abstrakten Expressionismus zurückweisenden Vokabulars bekundet diese Malerei weder Traditionsverbundenheit noch -abkehr. Ganz mit sich selbst beschäftigt, zielt sie auf nichts anderes als auf den Erweis ihrer eigenen Wirklichkeit." (Stephan Berg, Auszug aus Katalog: Bert Jäger Retrospektive, Kunstverein Freiburg, 1994)

Fotografie und Malerei
Paris 1955 © Bert Jäger